Zac im Interview mit VANITYFAIR.DE

Kann man mit 17 cool sein? Was tun gegen Liebeskummer? Nerven die Paparazzi? Mädchen-Schwarm Zac Efron hat Antworten

Zac Efron versucht sich mit der High School-Komödie “17 Again“ von seinem Disney-Zuckerbuben-Image frei zu spielen. Mit Erfolg. Zeitweise ist der 21-jährige Hollywood-Hotshot sogar richtig cool…


VANITYFAIR.DE:
Ist man mit 17 Jahren cooler als mit 21? Oder umgekehrt?
Zac Efron:
Ich glaube nicht, dass Coolness vom Alter abhängt. Aber ganz ehrlich gesagt finde ich mich weder damals noch heute cool. Mit 17 tut man vielleicht nur so super-cool, um die eigenen Unsicherheiten und Fehler zu überdecken.

VANITYFAIR.DE:
Wären Sie gerne noch einmal 17?
Zac Efron:
Nein, ich bin ganz froh, dass ich schon ein bisschen älter bin. Mit 17 steht man an der Schwelle zum Erwachsenenwerden. Das ist mitunter ganz schön aufregend. Aber ich erinnere mich noch gut daran, dass ich damals eigentlich gar nicht erwachsen werden wollte.

VANITYFAIR.DE:
Warum denn nicht?
Zac Efron:
Ach, ich fühlte mich ganz wohl mit den Dingen, die Teenager eben so machen: Skateboard fahren, Musik hören, ins Kino gehen…

VANITYFAIR.DE:
…den Mädchen nachschauen…
Zac Efron:
…(lacht) aber nur ganz heimlich. Dazu war ich nämlich viel zu schüchtern

VANITYFAIR.DE:
Auf der High School waren Sie doch sicher der Mädchen-Schwarm schlechthin, oder etwa nicht?
Zac Efron:
Überhaupt nicht! Ganz im Gegenteil. Die Jungs, die bei den Mädchen gut ankamen, waren meistens richtige Sportskanonen. Ich war nie besonders gut im Sport. Für die Basketball-Szenen in “17 Again“ habe ich lange trainieren müssen. Ich habe zwar auf der High School auch Basketball gespielt, aber da waren Typen am Start, die waren fast doppelt so groß wie ich. Da hatte ich nie eine Chance. Mir ging es eher so wie meinem Film-Alter-Ego Matthew Perry. Der hat mir erzählt, dass er auf der High School der “König der Nerds“ war. Das beschreibt auch mich ziemlich genau.

VANITYFAIR.DE:
Hatten Sie als Teenager überhaupt genug Zeit für sich selbst? Immerhin sind Sie schon mit 16 aktiv ins Filmbusiness eingestiegen.
Zac Efron:
Ich hatte schon eine etwas andere Jungend als die meisten Kids, das ist wahr. Aber ich vermisse eigentlich nichts. Ich hänge auch heute noch viel mit meinen Freunden von früher herum. Die sind jetzt auf dem College – ich eben im Filmbusiness. Das ist alles. Weder Sie noch ich bekommen etwas geschenkt.

VANITYFAIR.DE:
Man könnte allerdings sagen, dass Sie etwas mehr Publicity haben als ihre College-Freunde. Wie fühlt man sich denn so als Hollywood-Poster-Boy?
Zac Efron:
Natürlich freut es mich riesig, dass mich anscheinend so viele Leute mögen. Aber ich bin weit davon entfernt, dass mir der Erfolg zu Kopf steigt. Dafür sorgt schon meine Familie. Zuhause werde ich ganz sicher nicht als Filmstar behandelt, sondern da sagt meine Mutter: “Zac, trag doch mal schnell den Müll raus!“ Na ja, es stimmt schon, dass ich mich nicht mehr ganz so spontan in der Öffentlichkeit bewegen kann wie früher. Da muss ich selbst das Pizza-Essen vorher planen. Aber das ist schon okay. Was ich allerdings nicht ganz verstehen kann ist, warum immer zehn Paparazzi um mich herum sind und wie wild drauflos knipsen, wenn ich mir mal am Zeitungstand ein paar Magazine kaufe.

VANITYFAIR.DE:
Wie geht denn Ihre Familie mit Ihrem Erfolg um?
Zac Efron:
Die sehen das locker. Obwohl… Meine Mutter hat unlängst mal zu mir gesagt: “Wir haben ein Monster kreiert!“ Aber das war nur Spaß!


VANITYFAIR.DE:
Was war denn der beste Rat, den Sie von Ihren Eltern je bekommen haben?
Zac Efron:
Mein Vater hat mir mal gesagt: “Zac, wenn du etwas machst, dann mach es richtig. Versuch immer dein Bestes zu geben.“ Das war an dem Tag, als ich meine Noten vorzeigen musste und in einem Fach eine 2 statt einer 1 hatte. Das hat meinen Vater sehr enttäuscht. Er sagte auch noch: “Wäre es so viel schwerer für dich gewesen, eine 1 zu bekommen?“ Das habe ich mir gemerkt.

VANITYFAIR.DE:
Sie wollen also immer und überall der Beste sein?
Zac Efron:
Nein, das nicht. Aber ich will immer mein Bestes geben.

VANITYFAIR.DE:
Haben Sie sich auch schon mal wie Mike im Film in eine fast doppelt so alte Frau verliebt?
Zac Efron:
Na ja, nicht gerade in die Mutter meines Freundes, aber sicher hatte ich auf der High School schon den ein oder anderen Schwarm. Ich erinnere mich noch gut an unsere Biologielehrerin. Die war vielleicht scharf…

VANITYFAIR.DE:
Wann haben Sie denn zum ersten Mal ein Mädchen richtig geküsst?
Zac Efron:
Sie meinen den ersten Kuss mit Hintergedanken? Das war auf der High School, als ich 17 war, wenn ich mich recht erinnere. Mein erster Kuss war sehr romantisch. Wir waren in einem Baumhaus und haben überall Kerzen aufgestellt und angezündet. Und als es draußen dunkel wurde, haben wir uns leidenschaftlich geküsst. Mehr allerdings nicht…


VANITYFAIR.DE:
Im Film “17 Again“ wird sexuelle Enthaltsamkeit während der Teenager-Zeit propagiert. Wie stehen Sie denn zu diesem Statement?
Zac Efron:
Dazu sage ich jetzt lieber nichts, denn egal was ich sagen würde – ich würde wohl jemanden vor den Kopf stoßen…

VANITYFAIR.DE:
Was ist Ihre große Liebe – die Schauspielerei oder die Musik?
Zac Efron:
Am schönsten wäre es, wenn ich in Zukunft immer wieder beides verbinden könnte. Mal sehen, was die Zeit so bringt. Begonnen hat alles mit Michael Jackson und “Thriller“. Meine Mutter hörte wochenlang im Auto nur diese eine CD. Und da saß ich eben auf dem Rücksitz und habe angefangen mitzusingen.

VANITYFAIR.DE:
Sie sind schon länger mit dem “High School Musical“-Star Vanessa Hudgens zusammen. Ein schöner Zug von Ihnen ist, dass Sie Ihre Liebe nicht vor Ihren Fans verstecken.
Zac Efron:
Warum sollte ich? Da würde ich mir ja als Lügner oder Heuchler vorkommen. Ganz abgesehen davon ist es doch etwas ganz Wunderbares, unsere Liebe vor Gott und der Welt zu zeigen. Wir haben doch nichts zu verbergen.

VANITYFAIR.DE:
Lesen Sie eigentlich das, was im Internet über Sie und Vanessa verbreitet wird?
Zac Efron:
Nein, das meiste ist doch sowieso nur Quatsch. Vanessa und ich sind glücklich miteinander. Nur das zählt. Vanessa ist ein ganz wunderbarer Mensch mit einem großen Herzen. Wenn man mit jemanden zusammen ist, dann geht es doch nicht um Äußerlichkeiten, sondern darum, ob man ganz tief im Innern zueinander passt. Ich habe schon ein paar Beziehungen hinter mir, wo sich nach einiger Zeit herausgestellt hat, dass wir uns eigentlich nichts zu sagen hatten.


VANITYFAIR.DE:
Was machen Sie, wenn Sie mal Liebeskummer haben?
Zac Efron:
Ich stelle mich auf mein Skateboard und düse los. Früher bin ich sogar in meiner Wohnung herumgeskatet. Aber seit ich mir vor einiger Zeit ein Haus gekauft und mir sogar ein paar schicke und ziemlich teure Möbel hineingestellt habe, lasse ich das Indoor-Skaten lieber sein.

VANITYFAIR.DE:
Sie waren lange im Gespräch, um die Hauptrolle in einem “Footloose“-Remake zu spielen. Warum sind Sie da ausgestiegen?
Zac Efron:
Ich habe eigentlich nie etwas gegen dieses Remake gehabt. Aber nach längerem Nachdenken bin ich zu dem Schluss gekommen, nicht schon wieder ein Musical machen zu wollen. Ich fühle mich jetzt reif für neue Herausforderungen.

VANITYFAIR.DE:
Ist bei Ihnen zurzeit also alles eitel Sonnenschein? Oder gibt es auch etwas, das Sie bedauern?
Zac Efron:
Ich fühle mich zurzeit wirklich rundherum glücklich. Was ich bedauere? Da fällt mir ein: Als ich vor kurzem für einen Pressetermin in Rio de Janeiro war, konnte ich wegen der vielen Paparazzi nicht an den wunderschönen Copacabana-Strand. Das fand ich wirklich schade. Aber das nächste Mal, wenn ich in Rio bin, wird mir das sicher nicht mehr passieren.

VANITYFAIR.DE:
Und was werden Sie nach diesem Interview machen?
Zac Efron:
In mein Hotelzimmer gehen und Vanessa eine SMS schicken. Denn für einen Anruf nach Los Angeles ist es noch viel zu früh.
(Quelle:VANITYFAIR.DE)